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Länderinformation

ANTARKTIS

Der Kontinent Antarktika und die subantarktischen Inseln gehören zu den letzten unberührten Regionen der Welt. Der mysteriöse Weisse Kontinent mit seinen verschiedenfarbig schimmernden Eisformationen, glänzenden Gletschern und hohen schneebedeckten Bergen, bietet Ihnen wunderschöne Landschaften und unzählige Fotosujets. Eine riesige Anzahl Pinguine, Wale, Robben und Vögel versammeln sich entlang der nahrungsreichen Eiskanten. Mit führenden Arktisexperten werden Sie auf unsere Zodiac-Expeditionen die entlegen Gegenden und die arktische Tierwelt entdecken.

Die Zukunft der Antarktis ist entscheidend für das Klima und die Ökologie der ganzen Welt. Oft haben Sie bei unseren Expeditionen die Möglichkeit eine der vielen Klima-Forschungsstation zu besuchen.

Die Schiffe von OCEANWIDE EXPEDITIONS, unserem erstklassigen Partner für Arktis- und Antarktisreisen sind klein, mit allem Nötigen bestückt, aber ohne Kreuzfahrtkomfort. Die m/v Plancius und die m/v Ortelius mit rund 100 Passagierplätzen, sind schmale, speziell konstruierte Expeditionschiffe mit eisverstärktem Schiffsrumpf, die es uns ermöglichen, problemlos durch Packeis und enge Wasserwege zu navigieren. Sie erfüllen alle technischen Anforderungen für Reisen in die polaren Regionen. Engagierten Expeditionsleiter und Lektoren sorgen für ein ausgewogenes Reiseprogramm mit viel Information. m/v Ortelius führt bei gewissen Reisen einen Helikopter mit für Ausflüge weiter landeinwärts oder in die Nähe von entlegenen Brutkolonien
IAATO International Association of Antarctica Tour Operators
12 Länder, die in wissenschaftliche Projekte auf der Antarktis involviert waren, vereinbarten 1961 den Schutz des Kontinentes in Form eines Naturparks. Inzwischen haben das Abkommen fast 50 Nationen und viele Reiserveranstalter unterzeichnet, Oceanwide Expeditons ist einer davon.

Der kürzeste Wasserweg um Antarktika von einem Kontinent aus zu erreichen ist die Drake Passage zwischen Südamerika (Insel Terra del Fuego / Feuerland) und der Antarktischen Halbinsel. Der grösste Treil von Schiffsexpeditionsreisen startet von Ushuaia/Argentinien oder Punta Arenas/Chile.

Ab Punta Arenas werden Reisen nach Antarktika mit Flugzeugen angeboten für Reisende mit wenig Zeit und um der relativ rauhen Drake Passage auszuweichen. Der Flughafen liegt beim kleinen Dorf Villa Estrellas (ca. 100 Personen ganzjährig, wird von Chile beansprucht) auf der King George Island.

Begriffe zu Eis und Schnee in der Antarktis
Schnee wird zu Eis zusammen gedrückt. So entstehen die Gletscher und die sind schwer. Die grösste Eis oder Gletschermasse der Welt liegt über der Antarktis und bedeckt sie fast ganz. Die dickste Stelle der Eiskappe ist um die 4700 m. Die ganzen Alpen würden entsprechend unter diesem Eisschild verschwinden. Die schweren Eismassen werden hinunter, Richtung Meer gedrückt und schwimmen auf dem Wasser. Das ist das Schelfeis. Es umgibt den Kontinent in grossem Masse. Bricht Schelfeis ab, entstehen die Eisberge, die – nun frei - von den Strömungen davon getragen werden. In der Antarktis spricht man von Tafeleisbergen, weil sie so flach sind. Werden einzelne Eisberge von der Strömung zusammen oder gegen die Küste gedrückt spricht man von Packeis.

Die Erforschung des Weissen Kontinentes ist jung. Erst im 19. Jh. wagten sich mutige und ehrgeizige Entdecker in die harsche, abweisende Region. Erste registrierte Sichtung um 1820. Erste Flaggensetzung am Südpol 1911 durch den Norweger Roald Amundsen. Mit den Abenteurern und Entdeckern kamen auch die Ansprüche verschiedener Nationen. Forschungsstationen untermauern fortan Ansprüche. Mit den Namen der Entdecker oder deren Geliebten oder Sponsoren wurden Regionen, Buchten, Fjorde, Bergspitzen und auch Pinguin oder Robben Arten benannt. 20 Forschungstationen werden heute von Argentinien, Chile, Südafrika, Neuseeland, Australien, USA, Frankreich, Deutschland, Schweden, Norwegen, Japan, Russland, Belgien, Indien, Finnland, Pakistan, Grossbritannien, China, Südkorea und Italien betrieben. Nicht alle sind ganzjährig besetzt.

Die grösste ist McMurdo (USA) auf der Ross Island am gleichnamigen Shelf, die im antarktischen Sommer über 1000 Bewohner zählt. Sie ist mit der neuseeländischen Scott Station durch eine 3 km lange Strasse verbunden. Die 3 km lange Flugpiste – es gibt regelmässige Verbindungen nach Christ Church in Neuseeland – ist auf dem Schelfeis installiert.

Am Südpol selber wurde 2005/06 die neue amerikanische Amundsen-Scott-Station eröffnet. Die französische Dumont-d’Urville-Station war 2003 der Ausgangspunkt für die Dreharbeiten des französischen Dokumentarfilms „Die Reise der Pinguine“. In der Umgebung der Dumont-d’Urville-Station leben viele Kaiserpinguine.

BALTISCHE STAATEN

Die drei eigenständigen Länder haben eine Gemeinsamkeit: Eine sich über die Jahrhunderte wiederholende Fremdbestimmung. Erst die Anerkennung durch die Russische Föderation im Jahr 1991 brachte die drei Länder in die Eigenständigkeit zurück. Diesem Schritt gingen beherzte Unabhängigkeits Bewegungen voraus.

Estland /Eesti 45'339 km², 1,3 Mio. Einwohner, Hauptstadt: Tallinn, Sprache: Estnisch
Lettland / Latvija 64'589 km², 1,9 Mio. Einwohner, Hauptstadt: Riga, Sprache: Lettisch
Litauen / Lietuva 65'300 km², 2,8 Mio. Einwohner, Hauptstadt: Vilnius, Sprache: Litauisch
Gilt für alle 3 Länder: Republiken mit demokratisch gewählten Exekutiven und Legislativen, Währung €, EU, UNO und NATO Mitgliedschaft

Landeskennzeichen:
Estland: EST, internet: .ee
Lettland: LVA, internet: lv
Litauen: LTU, internet: lt

Einige Distanzen
Tallinn EST – Tartu EST 210 km
Tallinn EST – Pärnu EST130 km
Tallinn EST – St. Peterburg RUS 375 km
Tallinn EST – Riga LVA 305 km
Tallinn EST – Vilnius LTU 600 km
Riga LVA – Ventspils LVA 190 km
Riga LVA – Liepãja LVA 230 km
Riga LVA – Kaunas LTU 270 km
Riga LVA – Vilnius LTU 300km
Vilnius LTU – Kaunas LTU 95 km
Vilnius LTU – Kleipéda 315 km
Vilnius LTU – Kaliningrad RUS 355 km
Kaliningrad RUS – Kleipéda 141 km

Strassen Man ist sehr bemüht, den Zustand der Strassen zu verbessern. Zwischen den grösseren und wichtigeren Ortschaften und Städten sind die Strassen gut. Die Autobahnen dürfen nicht als solche bezeichnet werden, denn normale Kreuzungen sind nicht selten, selbst Fussgängerstreifen kommen vor, zudem dürfen sie von allen möglichen Fahrzeugen befahren werden, auch von Pferdefuhrwerken.

Tourismus Information
EST visitestonia.com
LVA latvia.travel.de
LTU lithuania.trave.de

Top of the List
Durch die freiwillige oder vor allem fremdbestimmte Zugehörigkeit oder Verbindung zu Nachbarländern wurden viele Namen herausstehender BürgerInnen als russisch, deutsch oder polnisch bekannt.
Bernstein heisst der Schmuckstein aus versteinertem Harz, der an der Küste des Baltikums gefunden wird. Die Kunstgewerbeschule in Liepāja LVA bildet Kunsthandwerker mit dem Umgang von Bernstein aus.
Karl Ernst von Baer, 1792 – 1876, estnischer Anatom und Zoologe (Entdeckung der menschlichen Eizelle)
Estland gilt heutzutage als Musterland für Start-ups und ist stolz auf Europas schlanksten und kostengünstigsten Staatsapparat mit fast ausschliesslich Online-Funktionen.
Christian Donalitius, 1714 – 1780 Litauischer Pfarrer, Dichter und Kunsthandwerker
Paul Keres, 1916 – 1975, estnischer Schachspieler, spielte für Russland
Inseln, 1500
Jānis Ķipurs, lettischer Bobfahrer, Olympia Gold und Bronze und Europameister. Fuhr unter der russischen Flagge.
Jaan Kross, 1920 – 2007, estnischer Schriftsteller
Küstenlinie, fast 4000 km
Adam Johann von Krusenstern, 1770 – 1846, deutsch-baltischer Admiral aus Estland, der für die russische Flotte die erste russische Weltumsegelung leitete.
Thomas Mann, 1875 - 1955. Die Litauer verehren den deutschen Schriftsteller wie einen eigenen. Er hat den Namen der Kurischen Nehrung und des kleinen Ortes Nida in die Welt hinaus getragen. Thomas Mann Kulturzentrum in Nida.
Wilhelm Ostwald, lettischer Chemiker und Nobelpreisträge

Jelena Ostapenko, lettische Tennisspielerin, Siegerin French Open 2017
Arvo Pärt, lettischer Komponist
Lettische Schweiz = die hügeligen Landschaften im Gauja Nationalpark, Lettland
Michail Tal, Lettischer Schachweltmeister 1960, spielte für Russland
Nationalparks 13 Nationalparks sind über die drei Länder verteilt

DÄNEMARK

Ohne die Kolonien Grönland und Färöer knapp grösser als die Schweiz, 5,7 Mio. Einwohner.

Hauptstadt: Kopenhagen 0,6 Mio. Einw.

406 Inseln davon 78 bewohnt. Ausser der Halbinsel Jütland besteht Dänemark also aus Inseln, wovon die grösste Seeland (Sjælland) mit der Hauptstadt Kopenhagen ist. Die zweitgrösste ist Fünen (Fyn) mit der Stadt Odense, dem Geburtsort des Märchendichters Hans Christian Andersen.

Höchste Erhebung: Møllehøj bei Skanderborg in Ostjütland, 171 m

Sprache: Dänisch, wobei der südliche Teil von Jütland an der Grenze zu Deutschland offiziell deutschsprachig ist. EU, NATO und Skandinavischer Rat (SE, NO & DK) Mitglied

Währung: Dänische Krone, DKK

Parlamentarische Erbmonarchie. Das dänische Königshaus (Kungahuset) existiert seit über 1000 Jahren und gehört zu den ältesten Monarchien der Welt. So hat das Royale grosse Tradition im Land und die Dänen verehren das Königshaus hingebungsvoll. Zum Beispiel: zur Hochzeit des derzeitigen Kronprinzen sammelten – in der Form der „Volksgabe“ - im ganzen Land Vereine, Private, Firmen und Institutionen Geschenke für das Hochzeitspaar. Obwohl die Royalität als Staatsoberhaupt viele repräsentative Aufgaben erfüllt und Gesetzte gegenzeichnet, nimmt sie keinen Einfluss in die Politik und bezieht niemals öffentlich Stellung zu politischen Fragen.

Wie viele andere Königreiche hat auch Dänemark in seiner Hochzeit fantastische, märchenhafte Schlösser und Herrenhöfe gebaut. Diese übers ganze Land verteilten, äusserst pittoresken Denkmäler, oft mit den dazu gehörenden mittelalterlichen Städtchen, gehören zu den grössten Attraktionen des Landes.

Uns Binnenländer aber ziehen auch die fast allgegenwärtigen und unterschiedlichsten Küsten an. Wilde Abschnitte mit Klippen oder ruhig geschützte Strände im Osten von Jütland, wo die Kraft des Atlantiks nicht hinkommt.

Top of the List

Hans Christian Andersen, Märchendichter, 1805 – 1875

Bille August, Filmregisseur, Oscar und Goldene Palme Preisträger für „Pelle der Eroberer“

Karen Blixen, 1885 – 1962, Schriftstellerin (Out of Africa)

Tycho Brahe, 1546 – 1501, Astronom, aber eigentlich Schwede, denn die südschwedische Region Schonen/Scåne war damals dänisch.

Carlsberg, seit 1847, drittgrösster Bierbrauer der Welt. Zum Konzern gehören auch die Schweizer Durstlöscher Feldschlösschen, Cardinal & Valaisanne

Danfoss, seit 1933, Wärmeautomatik

Helsingør = Elsinor = Hamlet = Schauplatz von Shakespeare's Drama

Peter Høeg, Schriftsteller (Fräulein Smillas Gespür für Schnee)

Arne Jacobsen, 1902 – 1971, Steinmetz, Designer, Architekt

Søren Kirkegaard, 1813 – 1855, Philosoph und Theologe

LEGO, seit 1932, grösster Spielzeughersteller der Welt

MAERSK, seit 1904, grösste Containerschiff Reederei weltweit

Kleine Meerjungfrau (den lille havfrue) die kleine Figur aus dem gleichnamigen Märchen von H.C. Andersen an der Hafenausfahrt ist zwar gerade mal 125 m hoch, ist seit über 100 Jahren jung geblieben. Der Bildhauer Edvard Eriksen hat sie 1913 geschaffen und sie – sicher noch unbewusst – zum Wahrzeichen Kopenhagens gemacht.

Mads Mikkelsen, Filmschauspieler

Lars von Trier, Filmemacher

Jørn Utzon, 1918 – 2008, Architekt (Sydney Oper)

VESTAS, seit 1945, einer der grössten Windmühlenbauer weltweit

Caroline Wozniacki Nummer 1 im Frauen Tennis im 2010

Essen

Dank der relativ dichten Besiedlung – im Vergleich zu anderen nordischen Ländern – sind Restaurants und Imbissbuden reichlich vorhanden. Der Agrarstaat bringt viele Milch- und Fleischprodukte – auch aus weniger gern gesehenen grossen Mastbetrieben – auf den Markt. So erstaunt es nicht, dass das Nationalgericht (Flæskesteg) aus Schweinebraten und Kartoffeln besteht. Beliebt sind auch die røde pølser (Hot Dog). Der bekannteste Gang aber ist das legendäre Smørrebrød, das belegte Brötchen, das vor allem als Mittagsmalzeit genossen wird.

Strassen

Dänemark verfügt über ein ausgezeichnetes Strassennetz. Vom schnellen Autofahren der Dänen sollten sich Touristen aber nicht verleiten lassen.

Wer Dänemark gemütlich und beschaulich bereisen will, folgt den vielen „Margueritruten“ die das Land durchziehen. Sie sind mit einer Margerite auf braunem Grund ausgeschildert.

Radfahren in Dänemark

Die Dänen sind bedingungslose Radfahrer. Städte sind für den Radverkehr äussert gut ausgerüstet. Fussgänger achten mit Bedacht auf die „Radfahrer Walzen“ die auf den breiten Radwegen daher rollen. Auch über Land sind Radwege, meistens vom Autoverkehr getrennt, omnipräsent. Tourenfahrer bemängeln in wenig besiedelten Gebieten das Fehlen von Gaststätten wo „aufgetankt“ werden könnte. Übrigens, Taxis sind verpflichtet, dass sie mindestens 2 Räder mit transportieren können. Dazu gibt es eine Vorrichtung beim Kofferraum. Alle Züge und Busse nehmen zudem Velos mit.

Öffentlicher Verkehr

Dänemark verfügt über ein gutes Bahn und Busnetz. Kopenhagen ist stolz auf eine fahrerlose und vollautomatische U-Bahn mit zwei Linien. Reisen mit ÖV wollen trotzdem gut geplant sein.

FINNLAND

Republik, 5,4 Mio. Einwohner, 8,2 mal so gross wie die Schweiz, Hauptstadt Helsinki 0,6 Mio., Landessprachen Finnisch, Schwedisch und Sami, Währung €, EU Mitglied, UNO Mitglied, Schweizer Zeit + 1 Stunde. Staatsgründung 1917, Finnland feiert im 2017 also 100 Jahre Unabhängigkeit. Höchste Erhebung: Haltitunturi im nordwesten des Landes 1324 m.ü.M.

Die zu Finnland gehörende, Schwedisch sprechende Inselgruppe Åland ist weitreichend autonom.

Einige Distanzen

Helsinki – Tampere 179 km
Helsinki – Turku/Åbo 168 km

Helsinki – Kuopio 385 km

Helsinki – Oulu 609 km

Helsinki – Rovaniemi 812 km

Helsinki – Ivalo 1099 km

Helsinki – Utsjoki 1263 km

Helsinki – Kilpisjärvi 1194 km

Joensu – Vaasa/Vasa 495

Finnland ist das Land der tausend Seen und der ausgedehnten Waldlandschaften. Es lässt Besucher entspannen und träumen. Das Mökki (Blockhäuschen) direkt an einem See, mit Sauna und Ruderboot ist die urtypische Ferienformel. Die Finnen machen davon regen Gebruach, um die 500'000 Mökkis sind übers Land verstreut.

Finnland hat in den letzten Jahren den Nordischen Winter als verlässlichste Ferienregion etabliert. Die Unterkunft ist korrekt, wenn auch immer noch spärlich. Die vielen Loipen sind ain bestem Zustand, die Hunde- und Motorschlittensafaris sind von guter Qualität.

Top of the List

Åland, traumhaftes Inselreich zwischen Schweden und Finnland, hat, obwohl zu Finnland gehörend, keinen EU Status. Innerhalb der EU ist die Inselgruppe entsprechend Zollfreigebiet. Um zollfrei verkaufen zu können, legt jede der riesigen Fähren in Mariehamn auf den Åland Inseln an, vertäut das Schiff für ein paar Minuten ohne dass jemand zu- oder aussteigt und fährt dann weiter. Die Fährgesellschaften leben zu einem guten Teil vom Dutyfree Verkauf. Nun wissen Sie, weshalb die Passagen so preiswert sind.

Arabia, edles Porzellan und Steingut Tafelgeschirr seit 1873

Aino Aalto, 1894 – 1949, Architektin und Designerin

Alvar Aalto, 1998 – 1976, Architekt und Möbeldesigner

Janne Ahonen, Skispringer, fünffacher Weltmeister

Fiskars, Scheren seit 1967

Iitala, Glas Design und Manifaktur seit 1881

Aki Kaurismäki, preisgekrönter Filmregisseur

Kimi Räikkönen, Autorennfahrer, Formel 1Weltmeister

Leningrad Cowboys, skurrile Rock Band

Marimekko, Fashion Design und mehr, seit 1951

Mika Häkkinen, Autorennfahrer, zweifacher Formel 1 Weltmeister

Mökki = Ferien-/Wochenendhäuschen am See mit Sauna und Ruderboot

Matti Nykänen, Skispringer, fünffacher Olympia Sieger, vierfacher Weltmeister & fünffacher Gesamtweltcup Sieger, 4-Schanzen Tourne Sieger

Mumins, märchenhafte Trollwesen, Bücher mit Illustrationen seit 1945, Themenpark in Naantali seit 1993

Nokia, Telekommunikation

Paavo Nurmi, 1897 – 1973, Ausnahme-Leichtathlet, 9 Olympische Medaillen

Keke Rosberg, Autorennfahrer, Formel 1 Weltmeister 1982

Sauna, die nationale Institution des gesellschaftlichen Gesundbleibens.

Seen: 187'888 ?

Jean Sibelius, 1865 – 1957, Komponist

Frans Eemil Sillanpää, 1888 – 1964, Schriftsteller, Literatur-Nobelpreis 1939

Linus Torvalds, Programmierer und Initiator des Computer Betriebssystems Linux

Artturi Ilmari Virtanen, 1895 – 1973, Biochemiker, Nobelpreis für Chemie 1945

IRLAND

Irland, eine Insel mit freundlichen Menschen voller Offenherzigkeit, Gastfreundschaft und mit einem nie endenden Optimismus. Vom warmen Golfstrom umspült, scheint die Insel nie in eine „Winterdepression“ zu rutschen, eine alljahres Destination also.

Lage und Geografie:
Irland ist ein Inselstaat im Nordwesten Europas im Atlanti­schen Ozean und hat eine Fläche von 70'000km2. Irland ist eine Republik und Nordirland eine parlamentarische Mon­archie, welche zu Grossbritannien gehört. Nordirland zählt 1,8 Millionen Einwohner. Die grösste Stadt und Hauptstadt der Insel ist Dublin. Dort le­ben circa ein Drittel der 4,8 Mil­lionen Einwohner. 1973 trat Irland der EU (Europäischen Union) bei. Der Inselstaat ist circa doppelt so gross wie die Schweiz.
Irland ist in 32 Grafschaften unterteilt, so genannte Coun­ties. Dies sind wie die Kantone in der Schweiz. 6 der 32 Coun­ties gehören zu Nordirland. Die restlichen 26 Grafschaften sind in der Republik Irland. Die Hauptsprachen der grünen Insel sind Englisch und Irisch. Irisch wird in einigen Coun­ties noch sehr fliessend gesprochen und zählt in einigen Schulen als Pflichtfach.

Der Atlantische Ozean hat eine raue Küstenlinie im Wes­ten der Insel geschaffen. Besonderes Merkmal davon ist der Wild Atlantic Way. Die Insel wird durch den Nord­kanal von Grossbritannien und durch die Keltische See vom Europäischen Festland getrennt. Im Inneren der In­sel gibt es zahlreiche Flüsse und Seen. Der bekannteste Fluss von allen ist der Shannon, dies ist der längste und wasserreichste Fluss Irlands und auch Grossbritanniens. Da die Insel vom Golfstrom geprägt ist, bleibt das Klima gemässigt. Es herrscht milderes Klima als in anderen Regionen auf dem gleichen Breitengrad. Die Monate Juli und August sind die wärmsten. Schnee fällt in Irland sehr selten.

Strassen
In Irland sollte man darauf achten, dass Linksverkehr herrscht. Die Strassen werden in Irland in vier Klassen eingeteilt:

Motorway (mit 'M' abgekürzt): Der Motorway entspricht einer Autobahn mit Pannenstreifen und Mittellinie. Diese führen vom Grossraum Dublin aus, sternförmig ins ganze Land. Die Höchstgeschwindigkeit auf den Motorways ist 120 km/h. Einige dieser Strassen können gebührenpflichtig sein. Die zu zahlenden Beträge liegen zwischen €1.80 und €2.

National Road (mit 'N' abgekürzt): Die National Road entsprechen Autostrassen. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 100 km/h.

Regional Road (mit 'R' abgekürzt): Die Regional Road sind ländliche Fahrbahnen ohne Markierungslinie. Da diese meistens durch ländliche Regionen führen, können sie oft von Schafen oder Kühen überquert werden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 80 km/h.

Local Road (mit 'L' abgekürzt) oder andere Strassen: Dies sind kleine Verbindungsstrassen zwischen 2 Dörfern, welche nicht zwingend asphaltiert sein müssen. Die Local Roads sind oft durch Hecken oder Steinmauern abgegrenzt und oft sehr eng, zum Teil nur einspurig.

Einige Distanzen in Irland:
Killarney – Dublin 309 km
Galway – Dublin 219 km
Dublin – Cork 237 km
Cork – Belfast 117 km
Dublin – Belfast 167 km

Kultur:
Die irische Musik wird Irish Folk genannt. Sie wird hauptsächlich in Pubs gespielt, die sogenannten „Wohnzimmer“ der Iren. Dort treffen sich die Iren bereits am Nachmittag oder Abend für ein „Pint of Guinness“ (ein Glas Guinness). So kommen Sie sehr schnell ins Gespräch mit den Bewohnern der Insel und man kann tolle Kontakte knüpfen.

Schafe:
In Irland gibt es sehr viele Schafe. Es kann durchaus sein, dass sich mal eines oder zwei auf die Strasse verirren. Daher sollten Sie immer darauf achten, vor allem bei Regionalen Strassen, dass Sie nicht zu schnell fahren.

Das Kleeblatt, das Shamrock:
Das Shamrock ist das inoffizielle Nationalsymbol der Insel. Das Shamrock war eines der Attribute des Heiligen Patrick, der den Iren die Dreifaltigkeit erklärt haben soll.
Ebenfalls eine wichtige Rolle im Leben der Iren spielt die Farbe Grün. Dies ist ebenfalls die Erkennungsfarbe der irischen Fluggesellschaft Aer Lingus.

Klippen von Moher:
Die Klippen von Moher sind die Sehenswürdigkeit in Irland. Jedes Jahr kommen hier zahlreiche Touristen hin um die 8 km langen Klippen zu bestaunen. Diese ragen an einigen Stellen fast senkrecht aus dem Meer hinaus, am Südende haben Sie eine Höhe von 120 m.

Guinness:
Guinness ist das bekannteste Bier in und von Irland. Jeder trinkt es, ob Mann oder Frau. Im Guinness Storehouse in Dublin können Sie Schritt für Schritt beobachten, wie das dunkle Getränk hergestellt und verarbeitet wird. In jeder Ecke haben Sie auch die Möglichkeit ein „Pint of Guinness“ zu kosten.

Die Connemara:
Die Connemara ist eine beeindruckende und wunderschöne Region in Nordwesten Irlands. Sie ist sehr karg, sieht aus wie eine Mondlandschaft. Sie ist landschaftlich in 2 geteilt, der südlichere Teil besteht mehrheitlich aus Heide – und Moorgebieten und der Norden besteht aus mehreren über 700m hohen Bergen (Twelve Bens), in denen Nahe Clifden auch der Connemara – Nationalpark liegt.

Titanic:
Die Titanic ist jeder Mann und jeder Frau bekannt. Diese wurde im Hafen von Belfast erbaut und trat Ihre Jungfernfahrt im April 1912 Richtung New York an. Jeder kennt die Geschichte der Titanic. Was viele allerdings nicht wissen, ist, dass das Linienschiff in Belfast gebaut wurde und dort ein eindrückliches Museum steht. Das Museum „Titanic Belfast Experience“ wurde im Jahre 2012 eröffnet und ist seither sehr beliebt bei den Touristen. Das ganze Gebäude ist ein Erlebnis Zentrum und vieles wurde nachgebaut, so zum Beispiel die Eingangshalle des Schiffes. Es ist etwas, dass man gesehen haben muss!

Ring of Kerry:
Der Ring of Kerry führt an der Süd – Westküste Irlands vorbei. Genau genommen von Kenmare immer der Küste entlang, über die Iveragh Halbinsel, bis nach Killorglin. Die Strasse hat insgesamt eine Länge von 179 km und führt an zahlreichen Sehenswürdigkeiten vorbei. Einige davon sind die Stadt Killarney und der Killarney – Nationalpark mit dem Ladys View. Ein Geheimtipp, welcher in der Nähe des Ring of Kerry liegt und mindestens genau so schön ist, ist die Dingle Halbinsel.

Kilkenny:
Die Stadt Kilkenny ist die bekannteste mittelalterliche Stadt Irlands. Sie befindet sich im gleichnamigen County und liegt im Südosten des Landes, dem „Ancient East“. Sie ist sehr berühmt für Ihre mittelalterlichen Gebäude und ihr Nachtleben, sowie auch das gleichnamige Bier der Region. In der Umgebung der Stadt befindet sich der „Rock of Cashel“, dies ist ein legenden-reicher Felsenberg und war vor Jahrzehnten die Residenz der irischen Könige.

Top of the List:
Irland hat sehr viele bekannte Persönlichkeiten hervorgebracht. Wenn man dies ein bisschen unterteilen würde, sieht dies in etwa so aus:
Musikszene: U2, The Cranberries, Snow Patrol, Sinéad O'Connor, Chris de Bugh, Rory Gallagher, Hozier, Niall Horan, Bob Geldof, Ronan Keating, Ray Garvey und The Dubliners
Wer Lust hat noch mehr über die Künstler zu erfahren, kann das Irish Rock'n'Roll Museum in Dublin besuchen.
Literatur: Oscar Wilde 1854-1900, James Joyce 1882-1941, Samuel Beckett 1906-1990, William Butler Yeats 1865 - 1939
Schauspieler: Pierce Brosnan, Colin Farrell, Mel Gibson, Peter O'Toole, Gabriel Byrne
Sportler: Roy Keane (Fussball) , Brian O'Driscoll (Rugby)

Whiskey:
Der irische Whiskey hat eine jahrelange Tradition. Heutzutage haben allerdings nur noch wenige Destillen überlebt, der Whiskey ist aber dennoch sehr gefragt. Die älteste Whiskeybrennerei trägt den Namen „Bushmills“ und die Lizenz geht bis ins Jahre 1608 zurück. Im Vergleich zum schottischem Whiskey wird der irishe Whiskey 3 mal statt 2 mal destilliert, was ihn milder macht. Andere Whiskeybrennereien sind „Midleton“ und „Jameson Whiskey“.

St. Patrick's Day, 17. März
Der St. Patrick's Day ist der Nationalfeiertag der Iren. Im ganzen Land herrscht eine ausgelassene Stimmung und es wird wild gefeiert und viel getrunken, vor allem in den grösseren Städten. Die Iren selbst sehen den Nationalfeiertag eher als eine Art Karneval und verkleiden sich mit den bekannten grünen Hüten und Kleeblättern.

Irish Tweed:
Als Tweed wird in Irland die Kleidung aus grob gewebtem Wollgarn bezeichnet. Diese stammt meistens aus den County Donegal. Diese Kleidung ist sehr wetterbeständig und gibt enorm warm. Es gibt sehr viele verschiedene Arten von Tweed, die je nach Herstellung unterschiedlich schwer sind.

Sport:
In Irland ist der Sport sehr wichtig. Sie haben viele Sportarten, welche die Bevölkerung gerne auslebt. Besonders beliebt sind die Sportarten Hurling – eine Art Landhockey – und Gaelic Football – zu vergleichen mit Rugby. Der grösste Sportverein in Irland ist die Gaelic Athletic Association GAA. Das grösste Stadion der GAA ist der Croke Park in Dublin mit immerhin 82'000 Plätzen. Es wird ausser für Konzerte nur für Hurling, Camogie (Hurling der Damen) und Gaelic Football benützt. Die GAA sagt von sich selber, dass alle Spieler Amateure sind, also unentgeltlich spielen. Das Finale, All-Ireland Final genannt, wird am ersten Sonntag im September ausgetragen.
Fast so populär wie Hurling und Gaelic Football sind Rugby und Fussball. Die Rugby Nationalmannschaft gehört weltweit zu den Besten. Das Besondere an dieser Nationalmannschaft ist, dass sie seit der Gründung 1874 die gesamte Insel, also Nordirland sowie auch die Republik Irland, vertritt.

Outdoor – Aktivitäten:
Die Natur von Irland ist bestens geeignet um einige Outdoor – Aktivitäten auszuüben. Unter anderem sind dies:

Angeln & Fischen:
In Irland sind Angeln und Fischen hoch im Kurs. Die Insel bietet extrem viele Möglichkeiten, um diese Outdoor Aktivität zu machen. Die besten Zeiten zum Fischen sind von Ende März – September, aber grundsätzlich kann man in Irland das ganze Jahr über fischen. In den Flüssen Shannon und Erne gibt es zahlreiche verschiedene Arten von Fischen mit bis zu 50 kg.

Pferdesport:
In Irland ist es an vielen Orten möglich Pferdeurlaub zu machen, Pferdefreunde sind hier am richtigen Ort. Im Süden der Insel gibt unzählige Reitställe, die Ausritte und Unterricht anbieten. Auch Ferien mit einem Pferdewagen sind in Irland sehr beliebt.

Wandern:
Die Wanderwege in Irland sind zahlreich. Der bekannteste ist 930 km lang und führt durch den ganzen Norden der Insel. Jedoch eignet sich der Süden auch hervorragend um zu Wandern oder zu Spazieren.

Radfahren:
Radtouren finden eher im Süden und Westen des Landes statt, in den Regionen der Connemara oder der Dingle Halbinsel.

Golf:
Irland ist ein Paradies für Golfer. Die wunderschönen Golfplätze sind in ganz Irland verteilt, insgesamt sind es 380 Plätze. Da findet jeder das Passende für sich!

Dublin:
Die Hauptstadt der Insel ist sehr vielfältig. Sie hat viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. Einige davon sind das Dublin Castle, das Trinity College in welchem sich das Book of Kells befindet und die Ha'penny Bridge, welche das Wahrzeichen der Stadt ist. Doch am Besten, sehen Sie selbst!

Wicklow Mountains:
Die Wicklow Mountains sind ein beliebtes Naherholungsgebiet der Iren. Sie liegen südlich von Dublin, im sogenannten „Ancient East“. Die Moore, Berge und im Sommer die Hänge voller blühenden Heidekraut, sind einzigartig anzusehen.

Clonmacnoise:
Bei Clonmacnoise handelt es sich um eine Klosterruine aus dem 7. Jahrhundert. Sie befindet sich im „Ancient East“ Irlands, südlich von Shannon. Dies war einzig das kulturelle und geistige Zentrum der Kelten. Die Ruine verlor nach dem 13. Jahrhundert an Bedeutung und wurde 1552 von englischen Truppen zerstört. Nun ist es eine Ruine, welche berühmt für ihre keltischen Kreuze ist.

Aran Islands:
Die Aran Inseln sind 3 kleine Inseln, welche eine geologische Fortsetzung der Burren Region bildet. Diese ist nördlich von Galway zu finden. Die Inseln kann man per Schiff oder mit dem Flugzeug erreichen. Ein Auto ist auf den Inseln nicht notwendig. Die ungewöhnliche Natur dieser Region Irlands ist regelrecht einzigartig, ebenso wie die Sehenswürdigkeiten aus dem 8. Jahrhundert. Eine davon ist zum Beispiel die Dun Aengus, eine Steinfestung mit Klippen.

Giant's Causeway:
Der Giant's Causeway sagt dem einem oder anderen vielleicht schon etwas. Dies sind Basaltgesteine, welche durch Erosion entstanden sind. Der Giant's Causeway wird auch häufig „Damm der Riesen“ genannt. Im Visitor Centre kann man die beeindruckende Entstehung der sechseckigen Basaltsäulen studieren.

ISLAND

Zu jeder Jahreszeiten bietet Island eine Fülle neuer Erfahrungen, die einen Schatz unvergesslicher Erlebnisse hinterlassen. Ob Winter oder Sommer, Frühjahr oder Herbst - jede Jahreszeit hat ihren speziellen Reiz, ebenso wie das ungewohnte Klima mit der kristallklaren, sauberen Luft, der knirschende Winterschnee, die milden Sommerabende in schier endlosem Licht oder die leuchtenden Herbsttage mit ihren warmen Farben.

Geografie und Geschichte

Island ist mit rund 103.000 km² der flächenmässig zweitgrösste Inselstaat Europas (Zum Vergleich: Deutschland = 357`000 km², Österreich = 84`000 km², Schweiz = 41`000 km²). 330'000 Einwohner davon über 200'000 im Grossraum der Hauptstadt Reykjavik.

Die im Nordatlantik liegende Insel ist die grösste Vulkaninsel der Welt und befindet sich knapp südlich des nördlichen Polarkreises.

Geologisch gesehen ist Island eines der jüngsten Landschaften der Welt, nämlich ein so genannter Hot Spot, entstanden durch vulkanische Aktivität. Erstarrte Lavaformationen, Vulkankegel, Geysire, Canyons und dampfende Bäche sind überall zu beobachten und zeigen eindrücklich, dass die Insel immer noch im Entstehen ist. Während der letzten beiden Jahrhunderte brachen 30 Vulkane aus. Die geothermische Aktivität dient den Isländern als sehr preiswerte und umweltfreundliche Energiequelle. Das natürliche heisse Wasser versorgt den Grossteil der Bevölkerung mit Heizenergie. Strom wird mit geothermisch angetriebenen Turbinen und mit Wasserkraft erzeugt.

Island wurde im 9. Jahrhundert von Wikingern besiedelt und gilt als älteste Demokratie der Welt. Im Jahr 930 n. Chr. gründeten die Siedler eine der ersten Nationalversammlungen der Welt. Damit setzte die Epoche des alten Freistaates ein, von der die Isländersagas berichten. Sie dauerte bis 1262, als Island seine Unabhängigkeit an Norwegen verlor. Kurz darauf kam Norwegen unter dänische Herrschaft. 1904 gewährte Dänemark den Isländern die Autonomie und 1944 wurde die heutige Republik ausgerufen. Die 63 Mitglieder des Parlaments (Althingi) werden jeweils für vier Jahre gewählt. Auch der Staatspräsident wird im Turnus von vier Jahren gewählt.
www.visiticeland.com

Wer nach Island reist, muss Begeisterung für schnelle Wetterwechsel, schroffe, kahle und bunt angemalte Gebirgsflanken, saftige Mooskissen, Hotpots nach Reisefeierabend oder warme Flüsse tagsüber, durch Mark und Bein dringende Bise, unbeschreiblich blendendes, gleissendes, schönes Licht und das zu allen Jahreszeiten, tieffliegende Wolken, Schwefelwasser beim Duschen, schwarze oder weisse Strände, weite, unbesiedelte Landschaften – auch ohne Tankstellen, ungemachte Betten und Einheitsmenüs zeigen. Island ist hin und wieder überfordert vom Tourismus … und das sehr herzlich. Wer also die perfekte touristische Infrastruktur erwartet, wird womöglich enttäuscht sein, trotz den stolzen Preisen.

NATO Mitglied (ohne Armee), EFTA Mitglied

Währung: Isländische Krone, ISK

Sprache: Isländisch

Top of the List

Björk, Sängerin, Liedermacherin, Schauspielerin, DJ

Leifur Eiriksson, ca. 970 – 1020, Seefahrer und der Sage nach erster Europäer auf dem amerikanischen Kontinent (Vinland)

Vigdis Finnbogadottir, Erste demokratisch gewählte Staatspräsidentin der westlichen Welt. Als überzeugte Pazifistin brachte sie 1986 den Präsidenten der Vereinigten Staaten v.A. Ronald Reagan und den Generalsekretär der Sowjetunion Michael Gorbatschow zu den ersten Abrüstungsgesprächen zusammen und läutete so den Beginn des Endes des Kalten Krieges ein.

Robert (Bobby) Fischer, 1943 – 2008, US amerikanischer, Schachweltmeister, erhielt nach internationalen Verirrungen die isländische Staatsbürgerschaft.

Geysir Nach ihm wurden alle Heisswasser Fontänen der Erde benannt. Nur, der Geysir ist versiegt. Aber dieser Kochtopf hat ein neues Ventil gefunden. Ein paar Meter neben dem alten Geysir schiesst nur der Strokkur heisse Wassermassen in kurzen Abständen in die Luft.

Haldor Laxnes, 1902 – 1998, Schriftsteller, Konvertit, Teilzeit Kommunist, Nobelpreisträger der Literatur

Dagur Sigurðsson, Handballspieler, 2016 als Trainer der deutschen Handballmannschaft Europameister.

Landschaftsbild

Durch die vulkanische Tätigkeit wird auch das Landschaftsbild Islands bestimmt. Weite Flächen sind mit Lava bedeckt, mit Steinen und Brocken von Vulkanauswürfen, mit feiner Asche oder Sand. Dabei kann die Lava eine grosse Farben- und Formenvielfalt aufweisen. Ein gutes Beispiel dafür sind die farbenfrohen Berge Landmannaluagars, eines der schönsten Gebiete Islands. Die bunten Rhyoliteberge mit den moosbewachsenen Gipfeln bieten eine atemberaubende Schönheit. Andererseits spielt der Wasserreichtum in Island auch eine wichtige Rolle. Es gibt zahlreiche Flüsse, Seen und Wasserfälle, darunter mit dem Dettifoss den gewaltigsten Europas. Bewachsene Gebiete, heisse Quellen, Lavalandschaft, traumhafte Fjorde und zahlreiche Binnenseen bilden, neben den bewohnten Küstengebieten, den restlichen Anteil. Etwas über 10% des Landes sind mit Gletscher bedeckt und 60% sind unbewohntes Hochland und Wüste, die nur während der Sommermonate mit Allradfahrzeugen durchquert werden können. In Island kann man einen Eindruck davon erhalten, wie brüchig unsere Erdoberfläche ist.

Flora und Fauna

Die Tier- und Pflanzenwelt hat sich dem arktischen Klima anpassen müssen und ist daher im Vergleich etwa zu Mittel- und Südeuropa wenig artenreich. Der Polarfuchs ist das einzige Landsäugetier Islands, das schon vor der Ankunft des Menschen hier lebte. 1771 wurden 13 Rentiere aus Norwegen eingeführt, die sich vermehren sollten, um vom Menschen gejagt werden zu können und dann aus der Haltung Gewinne zu erwirtschaften. Heute leben etwa 3000 Tiere dieser Art im östlichen Hochland der Insel. Sie haben jedoch nie die gewünschte wirtschaftliche Bedeutung erlangt und leben heute wild. Schafe, wie auch alle anderen Nutztiere, wurden von den nordischen Siedlern bei der Landnahme eingeführt.

Berühmt ist das Islandpferd, eine äusserst robuste, genügsame und ausdauernde Rasse. Diese Pferde haben zusätzlich zu den üblichen Gangarten noch eine Art “Geländegang”, den Tölt.

Dafür gibt es an den Gewässern zahlreiche Meeressäugetiere wie Seehunde, Robben, verschiedene Wale und rund 270 Fischarten.

Zahlreich sind auch die Vogelarten, ca. 300 sind registriert. Die “lustigsten” Bewohner sind die Papageitaucher, die in riesigen Kolonien an den Steilküsten leben. Über 1 Mio. Paare brüten jährlich in Island.

Auf der Insel finden sich etwa 520 Arten von Blütenpflanzen. Diese relativ geringe Zahl ist durch die isolierte Lage Islands bedingt. Zusätzlich wachsen noch etwa 1000 verschiedene Arten von Moosen und Flechten. Auffällig sind immer wieder das Wollgras und das Arktische Weidenröschen mit seiner roten Blütenpracht.

Wald, wie wir ihn gewohnt sind, gibt es in Island nicht. An “Bäumen” wachsen vor allem Birken, die aber kaum mannshoch werden. Zur Zeit der Landnahme war dies anders, etwa 20 % des Landes waren bewaldet. Vor allem traf man ausgedehnte Birkenwälder an. Durch Rodung zur Gewinnung von Weideland, Feuerholz und Holzkohle, verschwanden diese Wälder jedoch bereits in den ersten Jahrhunderten der Besiedlung. Nur spärliche Reste der niedrigwachsenden Birkenwälder überlebten.

Wetter und Klima

Trotz seiner nördlichen Breite weist Island dank des warmen Golfstroms ein gemässigtes Meeresklima auf mit frischen Sommern und milden Wintern. Auch wenn längere Schönwetterperioden möglich sind, so ist das Wetter in der Regel dennoch sehr wechselhaft und kann von Bucht zu Bucht ändern. Von Anfang Juni bis Mitte August bleiben die Nächte hell und tauchen die Landschaft in ein goldenes Licht. Fast 24 Stunden Tageslicht machen aus einer Ferienwoche gewissermassen zwei. Der Zeitunterschied beträgt im Winter minus eine, im Sommer minus zwei Stunden gegenüber Mitteleuropäischer Zeit. Die beste Reisezeit vom Klima her ist der Sommer. Frühling und Herbst können allerdings ebenfalls ausserordentlich interessant und lohnenswert sein.

Bevölkerung, Tradition und Sprache

Mit 316`252 Einwohnern auf einer Gesamtfläche von103`000km2 ist Island eines der am dünnsten besiedelten Länder der Welt. Knapp zwei Drittel der Bevölkerung lebt im Grossraum der Hauptstadt Reykjavik, die sich auf Grund der anhaltenden Landflucht ständig weiter ausdehnt. Das Land verfügt über eine gute Infrastruktur und die Nachkommen der Wikinger leben heute in einer der modernsten Gesellschaften Europas.

Traditionen und Sprache werden beide in Island auch heute noch intensiv gepflegt, und auf die Tatsache, dass die isländische Sprache sich im Laufe der elf Jahrhunderte seit der Ansiedlung kaum verändert hat, ist man sehr stolz.

Noch heute wird die Sprache der Landnehmer in Island gesprochen - allerdings mit einigen Aussprach  und natürlich auch Wort Anpassungen.

Der isländische Sprachpurismus sorgt dafür, dass Fremdwörter durch isländische Wortschöpfungen ersetzt werden. Über die Reinhaltung der Sprache wachen die Isländer so sehr, dass es oftmals sowohl die isländischen Begriffe als auch deren fremdsprachlichen Varianten in der jeweiligen Fachsprache gibt. Isländer können noch heute die Texte aus den ersten Jahrhunderten nach der Besiedlung relativ problemlos lesen.

Einige altnordische Traditionen sind nur noch in Island lebendig, beispielsweise die Sitte, vorzugsweise das Vorname des Vaters an Stelle des Familiennamens zu benutzen. Dem Vornamen folgt die Herkunftsbezeichnung, d.h. Name des Vaters mit dem Endung -son bei einem Sohn oder -dóttir bei einer Tochter. Beispiel: Guðrún Pétursdóttir (Guðrún, Tochter von Pétur). Weil sich der Vorname des Vaters logischerweise im Laufe eines Lebens nicht ändert, ist Familienzugehörigkeit kaum am Namen zu erkennen.

Es gibt kaum ein anderes europäisches Land, in dem Sagen und Märchen eine so wichtige Rolle spielen wie in Island. Die Landschaften scheinen wie geschaffen für geheimnisvolle Mythen und Legenden.

Reykjavik

Geschaffen durch die Energie der Erde und prall voller Energie einer kosmopolitischen Metropole, umgeben von unbelasteter Energie der Natur ist Reykjavík eine Stadt atemberaubender Kontraste. Kleine, wellblechverkleidete Holzhäuser liegen unmittelbar neben futuristischen Glasbauten, Kulturzentren liegen nur Minuten von rauem, vulkanischem Gebiet entfernt und internationale Einflüsse verbinden sich mit isländischen Traditionen, um eine einzigartige Kultur zu schaffen, in der das Hergebrachte die Moderne umschliesst.

Reykjavík hat allen etwas zu bieten. Ob Sie die quirlige Energie der kosmopolitischen Stadt suchen, die tobende Energie im Boden unter Ihren Füssen, oder die stille, grüne Energie der Landschaft vor den Stadttoren – die Stadt verheisst in jedem Fall einen nachhaltigen Besuch. Die grossartige Landschaft, welche die Stadt umrahmt, macht Reykjavík einzigartig und gewährt abenteuerlustigen Besuchern eine Vielzahl an Aktivitäten und spannenden Tagesausflügen, wonach Sie zum Abendessen wieder in die Stadt zurückkehren können.

Reykjavík verfügt über eine ausgezeichnete Palette an guten Restaurants, die für ihre einfallsreiche Küche und die frischen, lokalen Rohstoffe bekannt sind. Zudem geniesst sie den Ruf, eine der „heissesten“ Städte Europas zu sein, dank der aktiven Musikszene und des berühmten Nachtlebens. Die Energie von Reykjavík manifestiert sich nicht zuletzt in der städtischen Kulturszene. Zwischen Avantgarde und Tradition präsentieren die Galerien, Museen und Theater eine vitale und zugleich anspruchsvolle Kunstszene. Jährliche Festivals, Sonderausstellungen und Bühnenproduktionen sorgen dafür, dass der Veranstaltungskalender immer voll ist und Besucher jede Menge Kultur geniessen können. Reykjavík ist das Tor zu Island. www.visitreykjavik.is

Akureyri

Die Hafenstadt Akureyri stellt mit ca. 17.000 Einwohnern das zweitgrösste Bevölkerungszentrum ausserhalb des Hauptstadtbezirks dar.

Die Stadt liegt am Ufer des weit ins Land hineinreichenden Fjords Eyjafjörður und des Flusses Glerá und liegt nur rund 50 Kilometer südlich des Nördlichen Polarkreises. Akureyri eignet sich gut als Ausgangspunkt zu anderen Sehenswürdigkeiten im Norden Islands, etwa zu den Wasserfällen Aldeyjarfoss und Goðafoss sowie zum See Mývatn mit seinen vulkanischen Erscheinungen und nach Húsavík zur Walbeobachtung.

Die Stadt wurde 1602 als Handelsposten der Dänen gegründet. Akureyri blühte nach und nach auf und erhielt 1786 das Stadtrecht.

Die Stadt überrascht mit unerwartet warmen und trockenen Sommern und gilt als Perle des Nordens. Das Zentrum der Stadt wird durch die Einkaufsstrasse Hafnarstraeti gebildet, die allerdings endet, bevor sie richtig begonnen hat. Es ist erstaunlich, wie ein solch kleines Stadtzentrum eine derart grosse Urbanität ausstrahlen kann. www.visitakureyri.is/english

Einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Akureyri sind:

- Die Eiskathedrale, Stadtkirche von Akureyri und das Wahrzeichen der Stadt,

- Das Nonnahaus, hier wuchs der Kinderbuchautor Jon Sveinsson auf. Er beschrieb in seinem Buch Nonni und Manni seine Jugendzeit in Akureyri.

- Der Botanische Garten, in welchem sämtliche Pflanzenarten von Island und Grönland vertreten sind.

Das Hochland

Das Isländische Hochland umfasst den Grossteil des Landesinneren von Island und somit alle Regionen die sich über 200 m.ü.M. befinden. Dies ist bei etwa 75% der Gesamtfläche von Island der Fall.

Das Hochland ist sehr trocken und starken Winden ausgesetzt. In ihm finden sich verschiedene Landschaftsformen wie Moränenlandschaften, Stein- und Sandwüsten, Vulkane aller Art, Lavafelder, Süsswasserseen, Gletscher und oft in tiefe Schluchten eingegrabene Flüsse. Dort wo Wasser sich etwas ausbreiten kann, finden sich sumpfige Oasen. In geschützteren Lagen mit genügend Wasser wachsen allerlei Moor- und Hochlandpflanzen. Ansonsten ist das Hochland im Wesentlichen pflanzenlos. Es handelt sich in diesen Landesteilen um eine, durch das vulkanische Gesteinsmaterial der Insel meist grau-schwarz gefärbt, edaphische Inlandswüste, in der zwar Niederschläge niedergehen, diese jedoch meist spurlos im Boden versickern.

Das Land gehört grossenteils Bauern und Gemeinden, die Teile davon als Hochweiden nutzen. Man erkennt das etwa an den, zur Überraschung der Ausländer, in der Einöde sichtbaren Zäunen. Sie sollen das Überwechseln der Schafe in den anderen Gemeindebereich verhindern, und damit auch die Ausbreitung von Krankheiten.

Auch der Staat beansprucht Teile davon, z.B. im Vatnajökull-Nationalpark.

http://www.nat.is/travelguideeng/interior_travelguide.htm

Westfjorde

Wie in einer anderen Welt fühlt man sich auf den Westfjorden, Islands abgelegenste und fesselndste Region. Nahezu komplett von der Aussenwelt abgeschottet und nur dünn besiedelt wird diese Region gekennzeichnet von dramatischen Fjorden und gewaltigen Felsen, die aus dem tief blauen Meer emporragen.

Millionen von Vögeln übersteigt die Einwohnerzahl bei weitem und es gibt wenige Worte welche die seltenste aller Freuden beschreiben – die vollkommene Ruhe.

Die Einheimischen haben schon immer eine tiefes und leidenschaftliches Verständnis für das Land indem Sie Leben beibehalten. Ihre Kultur ist einzigartig, sie verbinden Echos aus der Vergangenheit mit Ideen der kosmopolitischen Zukunft.

www.westfjords.is /

http://www.icetourist.is/displayer.asp?cat_id=283

Snaefellsnes

Die Halbinsel Snaefellsnes befindet sich westlich des Borgafjördur's im Westen von Island. Diese Region wird oftmals auch als „Island in Miniatur“ bezeichnet, weil sie auf kleinster Fläche alle Reize der grossen Insel wiedergibt. Eine besondere Sehenswürdigkeit der dünn besiedelten Gegend ist der 1446 m hohe Stratovulkan Snæfellsjökull, dessen Kappe einen Gletscher bildet, aus dem drei kleine Vulkanschlote ragen. Er befindet sich an der äussersten westlichsten Spitze der Halbinsel und ist an klaren Tagen sogar von Reykjavík aus zu sehen, das in Luftlinie ca. 120 km entfernt liegt. Er gilt als einer der berühmtesten Berge der Insel

Dieser mystische Vulkan gilt als einer der Symbole Islands und wurde vor allem durch den Roman „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ von Jules Verne bekannt.

Myvatnsee

Der Myvatnsee ist Islands viert grösster natürlicher See. Der See und seine Umgebung sind, aus vielen Gründen, einer der beliebtesten Touristenattraktionen Islands. Diese Region ist bekannt für Ihre natürliche Schönheit, wobei die vulkanische Ausbrüche eine entscheidende Rolle für die Bildung und Formung der Landschaft seit jeher gespielt hat. Die letzten Ausbrüche fanden zwischen 1975 und 1984 statt und die blubbernden Schlammpfuhlen und Schwefeldämpfe erinnern uns an die unglaublichen Kräfte die unter unseren Füssen lauern. Die Ergebnisse können in den Lavaformationen welche zu verschieden förmigen Türmen geformt wurden deutlich gesehen werden. Der Myvatensee ist weltweit bekannt für seine Vielfalt an Vogelarten die hier den Sommer verbringen und brüten. Seinen Namen erhielt der See durch die grosse Population an Mücken die heir weilen (My = Mücke, Vatn = See).

http://iceland.vefur.is/Iceland_travel_info/Sightseeing/myvatn_dettifoss.htm

http://www.nat.is/travelguideeng/myvatn.htm

Fischerei

Nahe Island, im Nordatlantik, treffen Ausläufer des warmen Golfstroms mit kalten Strömungen aus den Polarregionen aufeinander. Das Meer ist dort reich an Sauerstoff und Plankton und damit ein äusserst fischreiches Gewässer. Dies hat aber leider auch dazu geführt, dass die Fischindustrie mit ihren Fabrikschiffen ungebremst Jagd auf diese vielfältigen Fischsorten machten. So sind viele Arten in einigen Regionen vom Aussterben bedroht, beispielsweise in der Nordsee.

Der zum Beispiel gefangene Kabeljau, Schellfisch und Seelachs wird vor der Küste Islands gefischt. Einerseits gehören diese Gewässer zu den saubersten der Welt, andererseits ist die isländische Fischereigesetzgebung (Icelandic Fisheries Standards) eine der strengsten weltweit und der Staat Island hat bereits seit vielen Jahren ein Nachhaltigkeitskonzept für den Fischfang vor Islands Küste entwickelt, das seinesgleichen sucht.

Das isländische Fischereiministerium erlässt nicht nur diese Gesetze, es überwacht die Einhaltung konsequent. Island gehört nicht zur EU, so dass in den dortigen Hoheitsgewässern keine anderen Staaten unkontrolliert fischen und die Gesetze unterlaufen können.

Jedes Jahr werden Fangquoten für jede Fischart so festgelegt, dass Bestände nicht gefährdet werden. Hierzu gehört auch das Sperren ganzer Küstenzonen für Fischerboote zur Regeneration. Dort, wo festgestellt wird, dass die Bestände sich erholt haben, werden Zonen wiederum zum Fang freigegeben. All dies wird von Meeresbiologen begleitet und wissenschaftlich dokumentiert. Die Fangquoten werden so an die Fischer verteilt, dass alle davon profitieren. Aber auch die vorgeschriebenen Netze, mit den grössten Maschenweiten weltweit, sind Bestandteil des Konzeptes, so dass Kleinfische durchschlüpfen können und nicht als Fischmehl oder Beifang enden müssen.

http://www.iceland.is/economy-and-industry/fisheries//nr/31

http://www.fisheries.is/

Walfang

Die isländische Tradition des Walfangs geht zurück bis ins 12. Jahrhundert. Das Fleisch eines Wales hat ganze Bevölkerungsteile Islands vor dem Hungertod bewahrt . Der moderne Walfang begann dann in 1883. 1915 verbot der Staat den Walfang, in den isländischen Gewässern, da einige Arten drohten auszusterben. Sie wollten der Walpopulation die Möglichkeit geben sich zu erholen. Kurz darauf wurde aber dieses Verbot wieder aufgehoben. Mit Errichtung einiger Walfangstationen blühte der Isländische Walfang auf. Mit dem Ausbruch des 2. Weltkrieges verlor man aber den Hauptabnehmer für Walöl, nämlich Deutschland. Aus diesem Grund wurde der Walfang zunächst wieder eingestellt. Einige Jahre später wurde der kommerzielle Walfang wieder aufgenommen. 1986 wurden hier während der Fangsaison von Mitte Mai bis Mitte September jährlich 350 – 450 Tiere gefangen. Diese Arbeit sicherte den Isländern ca. 200 Arbeitsplätze. In Island wurden 15 – 20% der Weltweit gefangenen Wale erlegt und grösstenteils nach Japan exportiert. Das Walöl wurde vor allem zu Kosmetik, Seife, und Linoleum verarbeitet. 1985 trat wieder ein Verbot der kommerziellen Walfangs in Kraft. Die Isländer fanden jedoch schnell einen Ausweg aus dieser Restriktion. Sie erstritten sich das Recht 200 Wale pro Jahr zu wissenschaftlichen Zwecken erlegen zu dürfen. Dies verursachte grosse Aufruhen von Seiten der Umweltschützer. Aus diesem Grunde verliess Island 1992 die IWC (International Whaling Commission). Dadurch sank die Nachfrage für die Walprodukte drastisch, da Japan nur mit Mitgliedern der IWC Verträge abschliessen durften. Aus diesem Grunde wurde Island 2002 wieder Mitglied des IWC und kam zu einer Einigung bei der Island pro Jahr eine bestimmte Anzahle Zwerg- und Finnwale fangen dürfen. Neue Statistiken zeigen jedoch, dass die touristische Walbeobachtung wirtschaftlich lukrativer ist als der Walfang selbst.

NORWEGEN

Konstitutionelle Monarchie. 5,2 Mio. Einwohner. Festland Norwegen 5 x grösser als Schweiz. Hauptstadt Oslo 0,6 Mio Einwohner. Sprache: Norwegisch. 25'148 km Küstenlinie. Geld: Norwegische Krone, 100 NOK = ca. Fr. 14.00. EWR, NATO und Nordischer Rat Mitglied.

Einige Distanzen auf norwegischen Strassen. Der schnellste Weg führt in vielen Fällen über Schweden.

Kristiansand – Tromsø 2000 km

Kristiansand – Kirkenes 3000 km

Oslo – Bergen 460 km

Oslo – Trondheim 500 km

Oslo – Kirkenes 2400 km

Es gilt zu beachten, dass im gebirgigen Norwegen mit einem Stundendurchschnitt von 70 km gerechnet werden muss.

Norwegen ist ein langer, schmaler Gebirgsrücken, der sich vom Süden über fast 2000 km in den Norden erstreckt. Zum Vergleich, die Alpen sind von Ost nach West um die 1000 km lang. Die Nordmeer, oder die Atlantik Küste ist geprägt von tiefen Einschnitten, den Fjorden. Dank des milden Golfstroms bleibt die Küste ganzjährig eisfrei. Der stürmische Atlantik treibt viel Feuchtigkeit an Land, und macht so die Westküste zur regenreichsten Europas.

Hurtigrute

So spektakulär und grandios die Landschaften Norwegens aufwarten, die touristische Nummer eins ist die Hurtigruten, die Postschifflinie, die Küstenschifffahrt. Täglich ein Schiff nordwärts ab Bergen und täglich ein Schiff südwärts ab Kirkenes. Und da Norwegen so schmal und lang ist, sieht man vom Schiff aus das halbe Land. Die Hurtigruten wurden seit der ersten Fahrt im Jahr 1893 zu einem Mythos.

Der Reichtum der Norweger liegt vor der Küste. Seit ab den 1970er Jahren Erdöl und Erdgas aus der Nordsee gefördert wird, reiht sich das Land in die Gruppe der reichsten Länder der Welt ein. Nichts scheint den Norwegern seither unerschwinglich. Das erfahren auch Besucher, die sich über die hohen Lebenskosten wundern. Erst die die jüngste Drosselung der Erdöl und Erdgasförderung bringt Land und Leute wieder etwas auf den Boden der Realität.

Das heutige Norwegen ist ein noch junges Land, das 1905 aus der Trennung der Schwedisch/Norwegischen Union hervorging.

Das Norwegische Königshaus

Norwegen ist eine konstitutionelle Monarchie mit einem parlamentarischen demokratischen Regierungssystem. Das heisst, die Quelle aller politischen Macht und Rechtmässigkeit liegt bei den Bürgern/Bürgerinnen. Die Exekutive, sprich die Regierung kann nicht ohne das Vertrauen der legislativen Kraft des Stortings (Nationalversammlung) amten.

Dem König sind folgende repräsentativen Aufgaben zugedacht

Eröffnung des Parlamentes

- Vorsitz des Staatsrates

- Empfang von Staatsgästen und Staatsbesuche im Ausland

- Empfang der neuen ausländischen Botschafter in Norwegen

- Oberhaupt der evangelisch-lutherischen Staatskirche

-Formeller Oberbefehlshaber der Land- und Seestreitkräfte, ausschliesslich mit Zustimmung der Stortings.

Top of the List

Roald Amundsen, 1872 - 1911, Polarforscher

Ole Einar Björndalen, Biathlet, erfolgreichster Winter-Olympionike und mehrfacher Weltmeister

Bjørn Daehlie, Skilangläufer, 12 olympische und 17 Weltmeisterschaftmedaillen

Jostein Gaarder, Schriftsteller

Edvard Grieg, 1843 – 1907, Komponist & Pianist

Henrik Ibsen, 1828 - 1906, Schriftsteller, Dramatiker

Sonja Henie, 1912 – 1969, Eiskunstläuferin, 10 x Weltmeisterin, 6 x Europameistern, 3 x Olympia Gold

Thor Heyerdahl, 1914 – 2002, Abenteurer und Ethnologe

Edvard Munch, 1863 - 1944, Kunstmaler

Wencke Myhre, Schlagersängerin und Schauspielerin

Fridtjof Nansen, 1861 - 1906, Polarforscher, Friedensnobelpreisträger

Joe Nesbø, Kriminalautor

Erik Thorvaldsson (der Rote), um 950 - 1003 Seefahrer und Entdecker

Liv Ulmann, Filmschauspielerin und Regisseurin

Gustav Vigeland, 1869 – 1943, Bildhauer

Vinmonopolet, dasAlkohol Monopol

Wie die anderen nordischen Länder Finnland, Schweden und Island kennt auch Norwegen das Alkohol Monopol. Ausser in lizenzierten Lokalen ist Alkohol mit mehr als 4,8 % nur in den staatlichen Läden Vinmonopolet erhältlich.

Zitat:

Eines Norwegers Wort steht fest wie der Fels im Meer.«

– Henrik Ibsen über die Norweger

SCHWEDEN

Konstitutionelle Monarchie. 9,5. Mio Einwohner. 11 x so gross wie die Schweiz. Hauptstadt: Stockholm mit 0,9 Mio Einwohnern.

Währung: Schwedische Krone SEK. Schweden ist das Land mit der höchsten Akzeptanz von bargeldlosen Zahlungsmitteln. Debit und Kredit Karten decken über 90 % aller Zahlungen ab. Grössere Beträge in Bar auf sich zu tragen machen misstrauisch. Gewisse Fast Food Ketten akzeptieren keine Bargeld Zahlungen mehr. Selbst Parkingmeter sind für Kreditkarten eingerichtet.

Zeit: Mitteleuropäische Zeit = wie Schweiz

Einige Distanzen:
Malmö – Stockholm 600 km
Malmö – Göteborg 270 km
Göteborg – Stockholm 470 km
Stockholm – Kiruna 1230 km
Malmö – Kiruna 1850 km
Trelleborg – Riksgränsen 2010 km

Schweden ist somit ein grosses aber sehr schwach besiedeltes Land. Die Freiheiten in der weiten grandiosen Natur gründen auf einer schwachen Infrastruktur. Reisen wollen entsprechend umsichtig geplant sein. In den ländlichen, besonders aber in den nördlichen Regionen gibt's nicht um jede Ecke eine Unterkunft oder ein Restaurant oder eine Tankstelle. Weltstädtisch, mit allen urbanen Vor- und Nachteilen, geben sich vorallem die drei grössten Städte Stockholm, Göteborg und Malmö.

Jedermanns Recht (schwedisch Allemansrätt) Wohl eine der schönsten Errungenschaften der schwedischen Gesellschaft und Kultur. Die Natur steht allen und (fast) überall zur Verfügung. Wandern, Beerenpflücken und auch das Zelt aufstellen oder ein Motorhome abstellen für eine Nacht ist möglich. Ist ein bewohntes Haus in Sichtweite, holt man sich beim Besitzer die Erlaubnis. Diese Freiheiten rufen nach einem behutsamen Umgang mit der Natur. Der nächste Besucher sollte nicht merken, dass schon vor ihm jemand durchgegangen ist. Verstösse gegen das Jedermanns Recht sind in jeder Hinsicht unklug und gefährden den Fortbestand.

Der Götakanal zwischen Stockholm und Göteborg wurde 1832 eingeweiht, um Fracht und Passagiere aus der Ostsee direkt in den Skagerak, sprich die Nordsee zu bringen und so auch die dänischen Zölle im Öresund zu umgehen. Die klassische Reise auf einem Nostalgie Dampfer dauert 4 Tage und ist ein bezaubernder Querschnitt durch schwedische Landschaften und Geschichte.

Golf In Schweden ein Volkssport, für Golfer anderer Nationen noch ein Geheimtipp. Im Landesteil zwischen Siljansee und Schonen (schwedisch Skåne) mit dem Hauptort Malmö liegen um die 300 öffentlichen 18-Loch Golfplätze. Einfach hinfahren. Keine Tee-off Times und spielen nach dem Modus „Pay and Play“. Oft ist ein Pro vor Ort. Golfgerät kann gemietet werden.

Mehrwertsteuer (schwedisch Moms) Mit 25 % auf fast allen Gütern und Dienstleistungen bedanken sich die Schweden bei allen BesucherInnen für das grosszügiges Beisteuern an den Staatshaushalt.

Top of the List
Wenn Sie über jeden der nachfolgend aufgeführten Namen etwas wissen, dann kennen Sie Schweden schon sehr gut. Hier eine „kurze“ Liste von schwedischen Personen und Errungenschaften von Weltruf.
ABBA, Popgruppe. Inrgrid Bergmann, Filmschauspielerin 1915 – 1982. Ingmar.Bergman, Theater- und Filmregisseur und Drehbuchautor, 1918 – 2007. Jöns Jabob Berzelius, Chemiker, 1779 - 1848. Jussi Björling, Tenor von Weltruf, 1911 - 1960. Brio Holzspielsachen. Anders Celsius, Physiker, Astronom und Mathematiker, Temperaturskala °Celsius, 1701 - 1744. Elektro Lux, Haushaltgeräte seit 1911. Ericsson, Telekommunikation seit 1876. Fjäll Räven, Funktionsbekleidung seit 1960. Greta Garbo, Filmschauspielerin & Hollywood Ikone, H&M Mode. Husqvarna, Motorgeräte für die Forstwirtschaft sowie die Garten- und Landschaftspflege. Schneidgeräte und Diamantwerkzeuge für das Baugewerbe und die Steinindustrie. Früher auch Motorräder. IKEA, Möbel & Einrichtungen. Kosta – Boda – Orrefors Glas & Kristall. Selma Lagerlöf, Schrifstellerin, 1909 1. Literatur NobelpreisträgerIn, 1858 - 1940. Astrid Lindgren, Kinderbuchautorin, 1907 – 2002. Inga Llindström als Pseudonym der deutschen Drehbuchautorin Christiane Sadlo, schwedische Herz-Schmerz Fernsehserien. Carl von Linné, Naturforscher, 1707 – 1778. Henning Mankell, Schriftsteller und Erfinder des legendären Fahnders Kurt Wallander. Alfred Nobel, Unternehmer und Gründer der Nobelstiftung, 1833 – 1896. SAAB Flugzeugwerke und Rüstungskonzern seit 1937. Scania, Lastwagen, Schiffsmotoren, Nutzfahrzeuge seit 1891. SKF Kugellager und mehr seit 1907. Ingemar Stenmark, Rekord Slalom und Riesenslalom Skifahrer. August Strindberg, Schriftsteller und Künstler, 1849 – 1912. Tetra Pak, aseptische Verpackungen mit ca.66'000 Verpackungsanlagen weltweit. Roxette, Pop-Duo. VOLVO Automobile.

Strassen Schweden verfügt über ein hervorragendes Strassennetz. Für breite Verkehrswege und riesige Kreuzungen (Kleeblätter bei Autobahnen und wichtigen Strassen) gibt es immer genügend Platz. Die wichtigen Strassen in Schweden sind nummeriert. Ebenfalls nummeriert sind die Autobahn Auf- und Ausfahrten. Weiter helfen folgende Bezeichnungen. V oder västra = westwärts, N oder nörra= nordwärts, Ö oder östra = ostwärts, S oder södra = südwärts. Nur ganz kleine Strassen sind nicht nummeriert, sondern ihre Namen weisen auf den Ort hin zu dem sie führen. "Sjöbovägen" = Sjöbo-Strasse oder -Weg heisst die Strasse, die nach Sjöbo führt. C oder Centrum führt immer in die Ortsmitte. Die Schweden reden bei der Distanzangabe gerne in Meilen. Aber aufgepasst. 1 schwedische Meile (ett mil) entspricht 10 km, was den grossen Distanzen schon eher entspricht.
Das Auto ist dem Schweden sehr lieb, und ehrlich gesagt, viele Orte sind ohne eine eigenes Fahrzeug nicht oder nur schlecht mit ÖV erreichbar. Viel Verkehr und Staus gibt es in den Grossstadt Regionen Stockholm, Göteborg und Malmö. Mit einem Schmunzeln kann gesagt werden, dass es die Schweden sehr wohl verstehen, grosse Staus zu umgehen. Sie verlassen die Büros und die Städte am Freitagnachmittag früh Richtung Wochenend- Sommerhäuschen um nicht in den Stau zu geraten. Das Selbe wiederholt sich am Montag Vormittag. Wer mit Schweden geschäftet weiss, Büros sind am Freitag Nachmittag und am Montag Vormittag sehr spärlich besetzt.
Versuchen Sie nicht, schwedische Namen und Ortschaften auszusprechen, wenn Sie nicht sicher sind. Zeigen Sie auf einer Karte, wohin Sie wollen oder schreiben Sie den Namen auf.

Öffentlicher Verkehr

Generell kann gesagt werden, dass der ÖV für Besucher unzureichend ist, ausser man plant die Reise minutiös. Irgend wie kommt man fast immer ans Ziel, aber es braucht Geduld. Schweden ist mit ein paar grossen Bahnlinien durchzogen. Bahnenthusiasten schwärmen von den grossen Linien von Süd nach Nord,  oder umgekehrt. Die grossen Städte Malmö, Göteborg und Stockholm sind bahn- und auch busmässig gut mit einander verbunden. Bei den Feinverteilern aber haperts, vorallem in ländlichen Gebieten und die überwiegen im gorssen Land. Stockholm verfügt über ein ausgezeichnetes U-Bahn Netz. Auch wer nie in den Untergrund steigen will, sollte sich ein paar Innenstadt Stationen anschauen, die von Künstlern und ganz unterschiedlich gestaltet wurden.

Schwedisches Königreich (Konungariket Sverige)
Die Geschichte des schwedischen Königshauses gibt ein schönes Märchen ab. Dem“amtierenden“ König wurden allerdings fast alle Funktionen abgesprochen. Trotzdem werden fröhlich weiter Prinzen und Prinzessinnen getauft. Die königlichen Dynastien haben dem Land geschichtlich und kulturell viel vererbt. Märchenhafte Schlösser, Herrenhöfe, verträumte Städtchen und Dörfer und nicht zuletzt Stockholm mit der pittoresken Altstadt „Gamla Stan“.

Königlich übernachten
Viele Schlösser und Herren- und Gutshöfe dienen als Gasthäuser und Hotels. Die vorwiegend privat geführten, kleinen Häuser bestechen vor allem durch ihre traumhaften Lagen. Um Schweden besser kennen zu lernen und zu verstehen, gehört mindestens eine oder zwei Übernachtungen ins Reiseprogramm.

Essen in Schweden

In den Hotels und Gasthöfen beginnt das Beste schon beim Frühstück mit Speck, Ei, Herring, Kaviar, Brot, Butter, Konfitüre und auch meistens mit einem Süssgebäck. Es wird empfohlen, sich fürs Frühstück reichlich Zeit zu nehmen, so kommt man tagsüber gut über die Runden.

Legendär sind die Buffets „Smörgåsbord“, bei denen vom Fisch über warme Gerichte bis zum Dessert grosszügig aufgetischt wird. Besonders reichhaltig ist das traditionelle „Julbord“ in der Weihnachtszeit. Meeresfrüchte kommen vor allem an den Küsten frisch aus dem Wasser. Hoch im Kurs stehen die Krebsessen im Spätsommer.

Wenn man in den Städten die Verpflegungsmöglichkeit als ausreichend bezeichnen kann, ist diese auf dem Lande oft nur noch spärlich zu finden. Wo niemand lebt braucht es keine Restaurants etc.

Die Schweden beklagen sich gerne über die Einwanderer aus dem Irak, die mit ihren kleinen Pizza und Kebab Buden den Gastronomen das Geschäft kaputt machen sollen. Aber auch in grösseren Ortschaften sind oft nur ein Iraker oder ein Chinese für hungrige Mäuler zuständig. Hungrig bleibt, wer sich auf dem Lande nicht für den Sonntagabend vorsieht, denn da bleiben oft auch die Hotelrestaurants geschlossen und der nächste, rettende Iraker liegt vielleicht 30, 40 oder mehr Kilometer entfernt.

Schweden ist - generell gesehen - nicht das Land für kulinarische Höhenflüge, die Buffets sind ja nicht alltäglich. Geniessen Sie die Natur!

Mittsommer (midsommar)
Neben Weihnachten ist Mittsommer das zweitwichtigste Fest der Schweden. Stichtag ist immer der Samstag zwischen dem 20. und 26. Juni. Die Festlichkeiten beginnen am Freitagabend (schwedisch midsommarafton) über all dort, wo aus Traditon eine Mittsommerstange (ähnlich wie ein Maibaum) aufgerichtet werden kann. Die Schweden feiern Mittsommer sehr intensiv und die lagen, weissen Nächte geben ja genübend Gelegenhehit dazu. Wer im Bekanntenkreis Mittsommer feiern kann, wird um ein eindrückliches Erlebnis reicher. Wer zufällig und nicht vorbereitet in Schweden unterwegs ist, wird Mittsommer womöglich etwas turbulent Restaurants sind voll oder geschlossen, viele Geschäfte sind sowieso geschlossen, Tourguides erscheinen verkatert oder gar nicht, Hotels sind nur für Mehrtages Pakete buchbar, Zimmer sehen am Abend noch so aus wie am Morgen, nicht alle Festenden finden den Heimweg rechtzeitig. Also, keine Aufregung, Mittsommer darf fast alles. Wir empfehlen Schweden Erstreisenden Mittsommer zu umgehen.

Das „Volksheim“ (schwedisch Folkhemmet) war das politische Konzept und die Vision der Sozialdemokratischen Partei Schwedens für eine Gesellschaftsform, in der die gleichgestellten BürgerInnen von der Geburt bis zum Tod umsorgt sind. Schweden wurde so ab den 1930er Jahren zum viel bewunderten und gleichzeitig viel kritisierten Vorzeigebeispiel eines Sozialstaates. In den 80er Jahren kam die Ernüchterung, denn die Staatsverschuldung wurde zu hoch. Work / Life Ballance.

Systembolaget ist der staatliche Alkoholhändler, seines Zeichens der grösste Alkoholhändler weltweit. Die Geschäfte von Systembolaget werden auf Grund der Bevölkerungsdichte plaziert. Kleine, entlegene und bevölkerungsschwache Siedlungen können Wein und Spirituosen von Systembolaget im lokalen Lebensmittelgeschäft bestellen. In Ausnahmefällen können Restaurants neuerdings Weine direkt importieren.

Schweden ist enorm reich an Bodenschätzen, vor allem an Eisenerz. Auf einer Reise über Land geraten Sie schnell mal zu alten Eisen, Kupfer oder Silber Bergwerken, erkennbar mit -hyttan in den Ortsnamen. Verschiedene der Minen haben attraktive Besucherprogramme. Die wohl bekanntesten davon sind: Kiruna, Gällevare und Sala. In Kiruna, im Norden des Landes, vermag die lokale Minenbetreiberin den Untergrundschaden (Einsturzgefahr) wett zu machen, in dem sie die Stadt an einem neuen Ort wieder aufbaut, vom Bahnhof über die Kirche bis zum Rathaus. In der kleinen Stadt Lycksele in Lappland herrscht Goldgräberstimmung, da eine neue Goldader gefunden wurde.

Literatur
Natürlich möchten wir nicht bei den Geschichten erzählenden Runensteinen hängen bleiben, denn das Land ist reich an jüngerer Literatur.
Mit Selma Lagerlöf (1909), Verner von Heidenstam (1916), Erik Axel Karlfeldt (1931) Pär Lagerkvist (1951), Eyvind Johnson und Harry Martinson (1974), Tomas Tranströmer (2011) haben die Schweden immerhin 7 Literatur Nobelpreisträger. Die wohl bekannteste und gleichzeitig erste Frau als Literatur Nobelpreisträgerin, Selma Lagerlöf, wurde durch die schöne schwedische Geographie Lektion über Schweden, Nils Holgerssons wunderbare Reise“ bekannt. Den Nobelpreis erhielt Sie für die nicht ganz leicht verdauliche Geschichte „Gösta Berling“. Zur gleichen Zeit kam der Durchbruch des etwas schwierigen August Strindberg mit „Das rote Zimmer“.
Der grösste literarische Erfolg aber war Astrid Lindgren mit „Pippi Langstrumpf“ und anderen Kindergeschichten beschieden.
Mit dem Sprung in die Neuzeit fallen Henning Mankell mit seinem Kommissar Wallander aus Ystad und vor allem Stig Larsson mit seiner Trilogie „Verblendung, Verdammnis, Vergebung“ auf. Nicht zu vergessen wäre Håkan Nesser mit seinem Kommissar Van Veeteren.
Unter dem Motto „Morden im Norden“ sprangen viele Krimiautoren und -autorinnen mit flacher Sprache und entsprechend mässigem Erfolg auf die Welle der Krimiliteratur auf, die unseres Erachtens nicht erwähnenswert sind.

Museen Die staatlichen schwedischen Museen gewähren seit 2015 wieder freien Eintritt.

Die gelben Fähren
Fähren die Strassen über Meeresbuchten oder Binnenseen verbinden gehören zum nationalen Strassennetz und sind entsprechend gratis. Sie sind im satten Gelb der schwedischen Fahne bemalt.