Spitzbergen • Expedition

Der arktische Sommer im Reich des Eisbären

© Adam Rheborg

Highlights der Reise

Ende Juni bis spät in den August hinein zeigt sich Svalbard in mehreren, klar unterscheidbaren Sommerphasen. Gegen Ende Juni setzt der Sommer spürbar ein: Die Mitternachtssonne dominiert, Purpur-Steinbrech färbt Hänge und Geröllfelder, und das umgebende Eis zieht sich allmählich zurück. Dadurch öffnen sich oft gute Möglichkeiten, auch selten besuchte östliche Regionen des Archipels anzusteuern. Später, gegen Ende August, stehen die schneefreien Strukturen der Landschaft besonders deutlich im Vordergrund; die Sonne streift bereits den Horizont und taucht Berge, Gletscherkanten und Fjorde in ein warmes, tiefes Licht, das sich sehr gut für Fotografie eignet.


Reisedauer: 12 Tage / 11 Nächte
Abreisen: von Juni bis August

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Reisebeschrieb

Diese Expeditionskreuzfahrt führt Sie in eine Region, in der Route und Tagesablauf bewusst flexibel bleiben: Eis- und Wetterverhältnisse sowie die aktuelle Tierwelt entscheiden, wohin das Schiff fahren kann und wann Anlandungen sinnvoll sind.

Die Anreise erfolgt über Longyearbyen, wo Sie ankommen und ins Hotel transferiert werden. Am nächsten Tag bleibt Zeit, den Ort individuell zu erkunden, bevor Sie sich mittags mit Mitreisenden und Expeditionsteam zum Lunch treffen. Am Nachmittag gehen Sie an Bord und fahren durch den eindrücklichen Isfjorden hinaus in die arktische Inselwelt. Für die folgenden Expeditionstage ist vorgesehen, möglichst täglich Zodiac-Ausfahrten zu unternehmen und an Land zu gehen, sobald sich eine gute Gelegenheit bietet – mit dem Ziel, sowohl Eislandschaften als auch tundrageprägte Küstenabschnitte aus nächster Nähe zu erleben. Wale sind in dieser Jahreszeit häufiger in den Gewässern, und mit zunehmender Schneefreiheit ergeben sich je nach Route auch Möglichkeiten für längere Wanderungen.

Zu den möglichen Fahrgebieten zählt Nordwest-Spitzbergen mit dem Forschungsort Ny-Ålesund im Kongsfjord, von wo aus Amundsen und Nobile zu ihren Nordpol-Expeditionen aufbrachen. In diesem Zusammenhang kann auch Danskøya besucht werden, Ausgangspunkt zweier weiterer waghalsiger Nordpol-Versuche – unter anderem per Wasserstoffballon und Luftschiff; Relikte dieser Unternehmungen sind bis heute sichtbar. Ein weiterer Schwerpunkt sind einige der grossen Fjordsysteme: Im Liefdefjord – dem „Fjord der Liebe“ – säumen schneebedeckte Gipfel die Küsten, und es besteht die Möglichkeit, entlang der Front des Monaco-Gletschers zu fahren; in der Region brüten häufig Eiderenten und Kurzschnabelgänse. Im Krossfjord beeindruckt die kunstvoll geformte Eisfront des 14.-Juli-Gletschers, während an den Klippen Dreizehenmöwen und Dickschnabellummen in grosser Zahl nisten. Raudfjord gilt als landschaftlich besonders reizvoll, geprägt von mächtigen Gletschern, häufig guten Chancen auf Robben und sehr lebhaften Vogelklippen.

Je nach Eisverhältnissen kann die Route auch weit nach Norden zu den Sjuøyane führen, Spitzbergens nördlichstem Aussenposten. Auf Rossøya befand sich einst ein Versorgungsdepot von Andrée und seinen Begleitern als Absicherung für ihre Ballonexpedition Ende des 19. Jahrhunderts. Wenn die Bedingungen es erlauben, ist zudem die Einfahrt in die Hinlopenstrasse möglich: Hier ragt Alkefjellet als eindrückliche Basaltwand auf, Brutplatz von schätzungsweise rund 200’000 Dickschnabellummen; gelegentlich führt die Weiterfahrt auch in die Bucht Palanderbukta auf Nordaustlandet.

Gerade im Sommerhalbjahr bieten sich oft gute Chancen auf die östlichen Teile Spitzbergens. Nordaustlandet ist von einer gewaltigen Eiskappe geprägt; der Gletscher Bråsvellbreen erstreckt sich über rund 180 Kilometer, und an der 15 bis 20 Meter hohen Eiskante stürzen an vielen Stellen Wasserfälle herab. Auch Barentsøya und Edgeøya beeindrucken mit weiter Tundra und grosszügigen Küstenlandschaften; hier bestehen gute Chancen, Walrosse, Polarfüchse und Svalbard-Rentiere zu sehen. Im Südwesten Spitzbergens zählen die Fjorde von Hornsund zu den Höhepunkten: mächtige Gletscher, markante Bergketten und – bei klarer Sicht – der Blick bis zum Hornsundtind (1431 m) prägen diese Region.

Impressionen

© Alle Bilder von Ona Kirchmann