Spitzbergen • Expedition
Im Packeis dem König der Arktis auf der Spur
© Kerstin Langenberger
Highlights der Reise
Im arktischen Sommer steht Spitzbergen unter der Mitternachtssonne: Vogelkolonien sind in Hochbetrieb, im Meer zeigen sich regelmässig Wale, und Purpur-Steinbrech setzt farbige Akzente an den Hängen. Gleichzeitig öffnen sich zunehmend schneefreie Bereiche, was – je nach Bedingungen – längere Spaziergänge und Wanderungen ermöglicht. Diese Expeditionsseefahrt führt Sie in eine Region, in der Route und Tagesablauf bewusst flexibel bleiben: Eis- und Wetterverhältnisse sowie die aktuelle Tierwelt entscheiden, wohin das Schiff fahren kann und wann Anlandungen sinnvoll sind.
Reisedauer: 12 Tage / 11 Nächte
Abreisen: im Juni und Juli
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2026
17.-28.07.26 MS Quest2027
21.06.02.07.27 MS Quest
10.-21.07.27 MS Quest -
1 Übernachtung im Hotel mit Frühstück
10 Übernachtungen auf der MS Quest
Vollpension an Bord
Kaffee und Tee
Mittagessen am 2. Tag
Begleitung durch erfahrene Expeditions Leader und Guideteam
Wissensvermittlung und Vorträge von Guides
Anlandungen und Zodiac Ausflüge
Eintritt in das Svalbard Museum
Fotopräsentation der Reise
Gummistiefel (nur Reisen im 2027)
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An- und Abreise nach Longyearbyen
Bargetränke (inkl. auf der MS Stockholm)
Trinkgeld für die Crew
Reiseversicherung
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2026
3- Bett Kabine CHF 8100 pro Person2-Bett Kabine CHF 9590 pro Person
2-Bett Kabine Plus CHF 10230 pro Person
Doppelkabine CHF 10230 pro Person
Doppelkabine Superior CHF 11190 pro Person
Owner’s Kabine CHF 12150 pro Person
Einzelkabine CHF 15350 pro Person
2027
3- Bett Kabine CHF 8310 pro Person2-Bett Kabine CHF 9800 pro Person
2-Bett Kabine Plus CHF 10440 pro Person
Doppelkabine CHF 10440 pro Person
Doppelkabine Superior CHF 11400 pro Person
Owner’s Kabine CHF 12360 pro Person
Einzelkabine CHF 15670 pro Person
Reisebeschrieb
Der besondere Fokus dieser Reise liegt auf dem Packeis nördlich von Spitzbergen. Während viele Svalbard-Routen das Packeis eher als mögliches Element einplanen, ist hier ausdrücklich vorgesehen, zusätzliche Zeit in diesem gefrorenen, ständig in Bewegung befindlichen Ökosystem zu verbringen – in der Regel rund zwei Tage, sofern die Bedingungen dies zulassen. Das Packeis ist nicht nur landschaftlich eindrucksvoll, sondern auch zentral für das arktische Ökosystem: Entlang der Eiskante steigen die Chancen auf Beobachtungen von Arten, die eng mit dem Arktischen Ozean verbunden sind, etwa Robben, Elfenbeinmöwen und – mit etwas Glück – Eisbären.
Die Reise beginnt in Longyearbyen mit Transfer ins Hotel. Am nächsten Tag bleibt Zeit, den Ort individuell zu erkunden, bevor Sie sich mittags mit Mitreisenden und Expeditionsteam zum Lunch treffen. Am Nachmittag gehen Sie an Bord, und mit der Ausfahrt durch den eindrücklichen Isfjorden startet die Expedition. In den folgenden Tagen bestimmen Eis, Wetter und Tierwelt die genaue Route – und damit auch, welche Gebiete besonders intensiv befahren werden können.
Im Bereich Nordwest-Spitzbergen bietet bereits der Isfjorden zahlreiche gute Anlandestellen und lohnende Wandermöglichkeiten. Am Eingang des Fjords liegt Alkhornet, eine markante Felsformation, in deren Felsspalten häufig Polarfüchse zu sehen sind. Weiter nördlich liegt im Kongsfjorden das Forschungsdorf Ny-Ålesund, historisch verknüpft mit Nordpol-Expeditionen von Amundsen und Nobile. Auch Danskøya kann Teil der Route sein – Ausgangspunkt zweier waghalsiger Versuche, den Nordpol zu erreichen, unter anderem per Wasserstoffballon und Luftschiff; Relikte dieser Unternehmungen sind bis heute sichtbar.
Ein weiterer Schwerpunkt sind die grossen Fjorde Spitzbergens. Im Liefdefjord – dem „Fjord der Liebe“ – säumen schneebedeckte Gipfel die Küste, und es besteht die Möglichkeit, entlang der Front des Monaco-Gletschers zu fahren. In der Region brüten unter anderem Eiderenten und Kurzschnabelgänse. Im Krossfjord beeindruckt die kunstvoll geformte Eisfront des 14.-Juli-Gletschers, während an den Klippen grosse Brutkolonien von Dreizehenmöwen und Dickschnabellummen zu finden sind. Raudfjorden gilt als landschaftlich besonders reizvoll, geprägt von mächtigen Gletschern, guten Chancen auf Robben und sehr lebhaften Vogelklippen.
Wenn es die Eisverhältnisse erlauben, kann die Route zusätzlich zu den Packeistagen auch in die Hinlopenstrasse führen. Dort ragt Alkefjellet als eindrückliche Basaltwand auf, Brutplatz von schätzungsweise rund 200’000 Dickschnabellummen; gelegentlich ist auch eine Weiterfahrt in die Palanderbukta auf Nordaustlandet möglich. Ebenfalls denkbar ist ein Abstecher zu den Sjuøyane, Svalbards nördlichstem Aussenposten, wo sich auf Rossøya einst ein Versorgungsdepot von Andrée und seinen Begleitern befand. In Ost-Spitzbergen beeindruckt Nordaustlandet mit seiner gewaltigen Eiskappe; der Gletscher Bråsvellbreen erstreckt sich über rund 180 Kilometer, und an der 15 bis 20 Meter hohen Eiskante entstehen an vielen Stellen Wasserfälle.
Impressionen
© Adam Rheborg
© Alle weiteren Bilder von Ona Kirchmann